Pressestimmen

Rhein Zeitung, März 2014

Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler, 2013

Zollern-Alb-Kurier, April 2011

Der Bote, Juli 2013

Augsburger Allgemeine, Juni 2013

Augsburger Allgemeine

14. Juni 2013

Thomas Scheytt begeistert beim Iller-Musikfestival wieder mal in der vollen Schranne
Von Ronald Hinzpeter

Er hat 36 Semester Philosophie studiert, sagt Thomas Scheytt, „und das ist dabei rausgekommen.“ Wenn „sowas“ dabei rauskommt, wie beim ihm, dann sollten viel mehr Menschen Philosophie-Vorlesungen besuchen: Scheytt ist ein sympathisch uneitler Meister des Boogie- und Blues-Klaviers, ein Tastenhengst, der furios über die weißen und schwarzen Stäbchen galoppieren kann, aber sich rechtzeitig für die stilleren Momente zu zügeln weiß.

Thomas Scheytt Iller-Musikfestival

Der Pianist Thomas Scheytt in der Illertisser Schranne: ein herzerwärmender Abend mit
Blues und Boogie von einem Meister seines Fachs. Foto: Hinzpeter

Das hat sich zum Glück für den verhinderten Philosophen längst rumgesprochen – und so ist die Schranne wieder mal voll. Diesmal tritt Thomas Scheytt im Rahmen des Iller-Musikfestivals auf – eine schöne Bereicherung des ohnehin reichlich bunten Zwei-Wochen-Programms.

Er bringt sozusagen die schwarze Note hinein, was nur zu geringen Teil an seinem lustigen dunklen Gesichtsbalken liegt, den er unter der Nase trägt. Vielmehr hat es mit der Musik zu tun, die Thomas Scheytt liebt und lebt. Die ist von ihrer Herkunft her eben „schwarz“, oder, wie es heute heißt, „afroamerikanisch“. Auch wenn sie aus den 20er bis 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammt, lässt sie Scheytt höchst munter wieder aufleben.

Und er hängt sich voll rein. Seine Beine tänzeln und klopfen, als müsste er gleich aufspringen und einen Steptanz auf die Bretter legen. Doch er hämmert die schnelle Läufe und pumpenden Bässe nicht einfach grob und effekthascherisch in die Tasten. Er nimmt oft das Tempo raus, gibt dann wieder Zwischengas und modelliert so die Stücke, deren Grundstruktur denkbar einfach ist. An so einem Blues oder Boogie ist ja nicht viel dran: drei Grundakkorde, die sich in ihrer Abfolge alle zwölf Takte wiederholen. Da kommt schnell eine gewisse Monotonie auf. Doch der weiß Scheytt mit seinem sehr flexiblen, abwechslungsreichen Spiel bestens zu begegnen.

Eigentlich hätte das Klavier getrost ein wenig verstimmt sein können, denn diese Musik gehört nun mal in verrauchte Keller und dunkle clubs. Doch an diesem Abend ist es noch recht hell in der Schranne. Draußen zwitschern Vögel und durch die geöffneten Fenster zieht ein leicht ländlicher Hauch ins Schrannengebälk.

Ist aber egal, weil der Pianist so prima ist – und einen schön trockenen Humor pflegt. Als das Martinshorn des Rettungswagend in den Raum hinein blökt, schaut er nur kurz auf, lächelt und bluest weiter. Wäre es nach dem Publikum gegangen, hätte das ewig so weiter gehen können. Vier Zugabenblöcke erklatscht es sich. Mehr ist nicht drin, denn die Raumtemperatur fordert vom schwitzenden Akkordarbeiter ihren Tribut.

Aber, keine Sorge: Thomas Scheytt wird bei solch enthusiastischen Fans sicherlich wieder kommen.

Südkurier, Mai 2013

Südkurier

13.05.2013

Boogie und Blues in der Klinik
Von (WHG) WOLFGANG H. GISSLER

Triberg – Bereits zum zweiten Mal begeistert Thomas Scheytt das Publikum

Thomas Scheytt Südkurier

Meist mit geschlossenen Augen bearbeitet Thomas Scheytt die Tasten. Bild: Gissler

Die für das Kulturprogramm der Asklepiosklinik Verantwortliche, Elke Merz, hat erneut den Geschmack ihres Publikums genau getroffen. Der nicht nur Jazzfans bekannte Boogiespezialist Thomas Scheytt gilt als einer der besten seines Fachs und füllt nach nur acht Monaten wieder die Cafeteria der Klinik bis auf den letzten Platz. Dass er, inzwischen bekennender Freiburger, aus einem württembergischen Pfarrhaus kommt, ist seiner, von guter Laune und Esprit nur so strotzenden Musik in keiner Weise anzumerken.

Nach ein paar Worten setzt er sich einfach an den Flügel und beginnt mit einer Improvisation, die schon seine Musikalität, aber auch seine einmaligen technischen Qualitäten erkennen lässt. Bereits beim dritten Boogie springt der Funke zum Publikum über, denn die Zuhörer merken sofort, dass Thomas Scheytt kein Musiker für das Studio ist, sondern vom Dialog mit seinen Fans lebt. Und das sind die Gäste der Klinik, darunter viele aus der Raumschaft Triberg, schon nach wenigen Minuten. Scheytt kostet die Begeisterung aus und serviert den Hörern auch das eine oder andere Schmankerl, das dann auch frenetische Beifallsrufe schon während des Spiels erzeugt. Zwischen den Stücken wird er immer lockerer und erzählt von seinen 36 Semestern Philosophiestudium, die sogar ihren Niederschlag in einem Stück fanden. Es wäre aber einfach schade, wenn er über dem Grübeln die Musik verlassen hätte. Als Referenz an seinen Freund Hans- Jürgen Bock, der ihm auch als Pianist Vorbild war, serviert er dessen herrlich durchkomponierten Karussell Ragtime.

Die meisten der an diesem Abend gespielten Blues und Boogies stammen aus seiner eigenen Feder und zeigen, dass man auch aus diesem relativ einfachen harmonischen Grundmaterial eine unglaubliche Ausdrucksvielfalt schaffen kann. Er variiert nicht nur die Tempi und spielt in fast allen Tonarten, sondern wagt auch schon harmonische Klänge die weit vom stupiden Vorbild entfernt sind. Auch als das Programm längst zu Ende ist, wird er immer wieder zu neuen Zugaben gezwungen, bevor er dann mit „Summer Night Inspiration“, eine Ballade nach Eichendorffs Gedicht „Mondnacht“,
die Vorfreude auf den nächsten Auftritt weckt.

Südwestpresse, September 2010

Südwestpresse

Dienstag, 28. September 2010

Boogie Woogie für die Orgel

Setzingen. Mit Blues und Boogie Woogie hat der Pianist Thomas Scheytt die Bartholomäuskirche in
Setzingen zum Swingen gebracht. Das Benefizkonzert des Pianisten erbrachte 1370 Euro zugunsten der
Orgelsanierung.

Thomas Scheytt Südwestpresse

Boogie-Woogie-Pianist Thomas Scheytt hatte an seinem Auftritt in der Bartholomäuskirche genauso viel Freude wie das Publikum. An dem Abend wurden 1370 Euro für die Sanierung der Setzinger Orgel gespendet.
Foto: Paul Häge

Seit Samstagabend ist die etwa 650 Mitglieder starke Kirchengemeinde der Orgelsanierung um 1370 Euro nähergekommen. Zu verdanken ist das den Spenden, die anlässlich des Auftritts von Thomas Scheytt gesammelt
wurden. Der Blues- und Boogie-Woogie-Pianist riss die gut 200 Besucher in der restlos gefüllten Bartholomäuskirche immer wieder zu Beifallsstürmen hin.

Der 50-jährige Thomas Scheytt, der inzwischen in Freiburg lebt, präsentierte sich nicht nur als virtuoser Pianist, sondern auch als lehrreicher Unterhalter und erzählte von den Ursprüngen der Barrelhouse-Klaviermusik im Chicago der 1930er Jahre. Zur Setzinger Orgel hat Scheytt eine besondere Beziehung, schließlich ist das Instrument Teil seiner Musiker-Biographie.

Erst nach mehr als zwei Stunden und einigen Zugaben gab sich das Publikum zufrieden. „Ein großartiger Abend“, schwärmte Pfarrerin Birgit Oehme.

Schwarzwälder Bote, September 2012

Schwarzwälder Bote

Samstag, 29.09.2012

Das Publikum wird mitgerissen

Boogie-Pianist Thomas Scheytt begeistert in der Asklepios-Klinik

Thomas Scheytt Schwarzwälder Bote

Von Hans-Jürgen Kommert

Triberg. Für die recht intime Stimmung sorgte er selbst bei seinem Auftritt in der Cafeteria der Asklepios-Klinik in der Wasserfallstadt: Der bekannte Blues-, Ragtime- und Boogie-Pianist Thomas Scheytt setzte auf gedämpftes Licht mit farbigen Akzenten. Wie man diesen hochklassigen Interpreten in die Klinik locken konnte, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Denn ansonsten verführt der Freiburger mit schwäbischen Wurzeln sein Publikum in Konzertsälen
– und ist abends eigentlich ausgebucht.

Ganz entspannt saß er zunächst an einem Tisch und fachsimpelte mit seinen Tischnachbarn – über Musik. Wer seinmarkantes Gesicht nicht kannte, er wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass er das sei. Dann, endlich, geht er hinüber zum Flügel – und verschmilzt beinahe mit ihm. Zu beinahe jedem Stück erzählt er eine kleine Geschichte, sei es ein bekanntes Stück prominenter Musiker aus mehr als 80 Jahren Musikgeschichte, sei es eine Eigenkomposition.

Alles, was er spielt, hat er im Kopf. Oftmals improvisiert er – im besten Sinne desWortes. Die Musik reißt ihn mit – und auch sein Publikum. Die Füße des Pianisten gehen ebenso mit, tanzen unter dem Flügel, führen ein Eigenleben. Mit geschlossenen Augen verführt er sein Publikum, es ihm gleich zu tun. Begeisterte Schreie und tosender Applaus zeigen, dass er seine Zuhörer erreicht hat. Mal holt er den leidenschaftlich leidenden Blues heraus, mal spielt er Ragtimes, dann wieder den tobenden Boogie mit seiner überbordenden
Lebendigkeit – Rhythmen, die sofort in die Beine und ins Blut gehen. Seine Eigenkompositionen sind so gut wie das, was er an bekannten amerikanischen Originalen interpretiert.

Nicht nur er selbst steht kurz vor dem Abheben, auch seine Gäste vibrieren mit, leiden mit und lassen sich entrücken aus dem oft mühseligen Alltag. Man mochte ihn kaum loslassen in dem kleinen, überschaubaren Raum der Asklepiosklinik mit Blick auf den berühmten Wasserfall.