-
Boogie Connection: Trio lässt Zuschauer tanzen
Südkurier vom 22.12.2006
Viel spartanischer geht es kaum noch: Ein E-Piano, eine Gitarre und ein Schlagzeug müssen genügen und dennoch gelingt dem Trio "Boogie Connection" genau jenes Kunststück, an dem viele Bands mit weitaus aufwändiger Instrumentalisierung nicht selten scheitern: Das Publikum von Konzertbeginn an zu begeistern.
Das Trio hat seine Fähigkeit, sein Publikum zu begeistern, seit der Gründung der Band 1991 unzählige Male unter Beweis gestellt - bei Auftritten in zahlreichen europäischen Ländern, bei Rundfunk- und Fernsehauftritten, auch bei uns in der Region. Zuletzt im Rahmen einer Veranstaltung des Folktreffs Bonndorf im Foyer der Stadthalle. Der Ruf, der dem Trio "Boogie Connection" vorauseilt, ist legendär und so verwunderte es nicht, dass im Foyer der Bonndorfer Stadthalle, wie so oft in der zurückliegenden Veranstaltungssaison, ein weiteres Mal volles Haus herrschte.
Von Konzertbeginn an sprang der sprichwörtliche Funken auf das Publikum über. Bereits nach wenigen gespielten Songs erhoben sich die ersten Zuhörer, um zu tanzen. Und es sollten immer mehr werden. Viel Besseres kann einer Band gar nicht passieren: Tanzen ist schließlich auch ein Ausdruck von Begeisterung über das dargebotene Musikrepertoire. Und das war bei der "Boogie Connection" trotz spärlicher Instrumentalbesetzung von erster Güte und von erfrischender Bodenständigkeit ohne großen technischen Klamauk.
Vor allem bestach die dargebotene Musikmixtur aus Blues, Boogie, Rhythm'n'Blues und Soul, die unweigerlich das Tanzbein zucken ließ und bei vielen Zuhörern wahrscheinlich auch schöne Erinnerungen aus jungen Jahren wach werden ließen.
Spätestens bei Chuck Berrys Rock'n'Roll-Dauerbrenner "Sweet little sixteen" riss es selbst etwas leicht an den Schläfen ergraute Zuhörer von den Stühlen, um zu tanzen, andere wippten wenigstens mit. Aber auch andere von der "Boogie Connection" interpretierte Klassiker der Unterhaltungsmusik gefielen - Songs etwa wie "San Francisco bay" oder der großartige Blues "Ain't nothing I can do". Das Publikum war begeistert von den drei Freiburger Musikern Thomas Scheytt (Piano), Christoph Pfaff (Gitarre und Gesang) und Hiram Mutschler (Schlagzeug).
Gerd Scheuble



