Thomas Scheytt

Ragtime · Blues · Boogie Woogie

  • Start
  • Vita
  • Noten
  • Musik
  • Solo-Cds
  • Fotos
  • Pressestimmen
  • Shop

  • Zurück
  • Boogie Connection: Tanzfieber im Folktreff

    Badische Zeitung vom 19.12.2006

     

    Volles Haus bei der letzten Veranstaltung in diesem Jahr / Viele Besucher lassen sich zu temperamentvollen Tanzeinlagen hinreißen

     

    BONNDORF. Zum Abschluss seines Jahresprogramms zog der Bonndorfer Folktreff noch mal einen absoluten Knaller an Land. Die "Boogie Connection" brachte die Stimmung am vergangenen Freitagabend von der ersten Sekunde an zum Kochen. Selten herrschte so ausgelassene Stimmung im Foyer. "Das haut einen vom Hocker" , bemerkte eine begeisterte Besucherin.

     

    Boogie Woogie - was war das noch gleich? Kurzer Exkurs zum Einstieg: Wir müssen weit zurückblicken ins Amerika des späten 19. Jahrhunderts. Damals begannen einige Blues-Musiker ihren Stil von der Gitarre aufs Klavier zu übertragen. Es entstand das sogenannte "Barrelhouse Piano" , ein einfacher ländlicher Klavierstil. Von da aus war es nur noch ein kleiner Schritt zum Boogie Woogie. Auch ihn spielte man zunächst nur am Klavier.

     

    Um 1920 wurde Chicago zum Epizentrum des Boogie Woogie. Besonders starke Verbreitung erfuhr er durch die legendären "House Rent Parties" , bei denen ein Wohnungsinhaber einige Flaschen Schnaps und einen Musiker organisierte und mit dem Eintrittsgeld, das er von den Gästen verlangte, seine Miete finanzierte. In den Dreißigern und Vierzigern wurde der Boogie Woogie dann richtig populär. Seine frühesten Vertreter hießen Albert Ammons, Pete Johnson oder Meade Lux Lewis. Die "Boogie Connection" lässt die Urahnen des Blues, Boogie, Soul und Rock wieder auferstehen - mit einer unerhörten Emphase und einer Souveränität, die ihresgleichen sucht. Die "Boogie Connection" - das ist ein musikalischer Teilchenbeschleuniger.

     

    Für manch einen Gast in Bonndorf müssen es beinahe körperliche Schmerzen gewesen sein, bei dieser Musik auf dem Stuhl sitzen zu bleiben. Es zuckt das Bein, es wippt der Kopf, es kribbelt im ganzen Körper. Ab der fünften Nummer gab es dann kein Halten mehr. Links und rechts neben den Stuhlreihen sammelten sich die ersten Tanzpaare. Das Foyer befand sich im Boogie-Fieber. Keine Frage: Die drei Breisgauer sind Profimusiker aus Überzeugung und Leidenschaft, jeder einzelne ist ein Meister seines Fachs. Gitarrist Christoph Pfaff singt mit der Inbrunst eines Ray Charles, Thomas Scheytt wird zu Recht als einer der besten Boogie-Pianisten des Landes gewürdigt und Hiram Mutschler besticht als genialer Drummer. Auf der Bühne verschmelzen diese drei Einzelkönner zur organischen Einheit, die sich durch blindes Verständnis auszeichnet. Das packende Spiel mit der Beschleunigung, der Drive, trägt keinerlei Anzeichen von Mühe, sondern geschieht hier gleichsam von selbst. Der Sound klingt so bestechend naturbelassen, als stünden wahrhaftig die Originale auf der Bühne.

     

    Ein Konzert der "Boogie Connection" garantiert ein Erlebnis voller Emotionen und Authentizität, dem sich kein Zuhörer entziehen kann. Das Publikum weiß dies zu schätzen. Den Kontakt mit dem Folktreff stellte übrigens Raimund Pfendler her, der mit Sänger Pfaff befreundet ist. Es ist nicht das erste Mal, dass die "Boogie Connection" in Bonndorf auftrat. Ihre Premiere liegt allerdings schon zwölf Jahre zurück. "Wenn ihr mit der nächsten Einladung wieder so lange wartet, dann müsst ihr mich über eine Rampe auf die Bühne schieben" , warnte Christoph Pfaff (Jahrgang 1947).

 
  • Suchen


  • Newsletter

    Etwa alle 2 Monate versenden wir unseren Newsletter mit allen aktuellen Terminen und weiteren News von Thomas Scheytt.

    Bitte teilen Sie mir über das Kontaktformular mit, ob Sie den Terminnewsletter erhalten möchten.

  • Kategorien

    • Impressum
    • Kontakt
    • Links

Zur Startseite Zum Archiv  Zur Sitemap RSS-Feed
©2007 - 2010 Thomas Scheytt. Alle Rechte vorbehalten.

Einrichtung & Modifikationen: Bluehouse Project